| Die Kunst der Eiermaler | ||
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Die Ursprünge des Brauches, zu Ostern Eier zu bemalen und zu verschenken, gehen zurück bis in die vorchristliche Zeit. Der Brauch Eier zu bemalen, kommt aus der Ukraine. Man gedachte damit während der Frühlingsfeierlichkeiten der wärmenden Sonne. Später wurde das bemalte Ei als schmückendes Element vom Christentum übernommen - und wie man sieht, es gibt heute zu Ostern mehr denn je zuvor. Es gibt viele verschiedene Grundfarben für Eier, welche regional verschieden und durch die historische Entwicklung bedingt sind. Aus
diesem Brauchtum ist heute eine Kunst geworden, so gibt es z.B. im Sorbenland
(Region Cottbus, Hoyerswerda, Bautzen, Weißwasser) Ostereiermärkte,
auf welchen die Eier präsentiert und gehandelt werden. Wir waren auf einem dieser Märkte und haben uns mal umgesehen . . . |
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Wir haben wirklich noch nie so viele Eier auf einem Haufen gesehen (Ei, Ei, Ei). Wachteleier, Hühnereier, Gänseeier und sogar Straußeneier (dicke Dinger sind das) in allen möglichen und unmöglichen Farben und Farbkombinationen. Und alle handgemalt oder gekratzt. Was teilweise auch die Preise erklärt. Angefangen vom einfachen Ei (1-2 h Arbeitszeit) bis hin zum aufwendig gekratztem Straußenei (Arbeitszeit 50-60 Stunden) kostet da ein Ei richtig Geld. |
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Für alle,
die jetzt unbedingt so ein Ei haben wollen, haben wir zwei Möglichkeiten: 1. Sie bemalen oder zerkratzen sich Ihr eigenes Ei - gibt einen Riesen-Spaß mit Ihren Kindern oder wem auch immer (die "Bedienungsanleitung" dazu finden Sie weiter unten) 2.
Mit ein wenig Glück können Sie eins dieser Original-Eier auch
bei uns gewinnen. Da es heutzutage nichts umsonst gibt, dürfen Sie
dazu etwas Ihre grauen Zellen anstrengen. |
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Die bemalten, gekratzten und andersweitig geschmückten Ostereier werden zu Ostern untereinander, an Verwandte und an Freunde verschenkt (klar, wem sonst). Früher haben damit die Mädchen Ihre Burschen beim Tanz beschenkt - diese wiederum verehrten Ihrer Auserwählten ebenfalls ein besonders gelungenes Exemplar (aha - jetzt wissen wir Bescheid). Die Kinder dagegen zogen zum Ostersonntag los, um Patengeschenke zu "beschaffen". Sie erhielten von Ihren Paten vor allem bunte Eier und viele andere Sachen, wie Süßigkeiten, Kleidung uvam. Doch wie entsteht nun eigentlich so ein buntes Osterei??? Für den vom "Eiermalen" eher unberührtem Surfer erläutern wir jetzt, wie`s gemacht wird. Erklärt werden die drei herkömmlichsten Techniken zum Eiermalen. Drucken Sie sich diese Seite einfach aus und probieren Sie sich im Eiermalen (kann nicht mehr kaputt gehen als ein Ei, eine Kerze, ein Löffel - und Ihre Tischdecke ist vielleicht schmutzig - aber Sie haben zu Ostern bunte Eier). |
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ist die älteste und heute noch am meisten ausgeübteste Technik. Hierbei wird mit Hilfe von Nadelkuppen oder zurechtgeschnittenen Federn und Federkielen das erwärmte, flüssige Wachs als Punkt, sich verjüngender Strich oder Dreieck auf das ausgeblasene oder gekochte Ei aufgetragen. Dem Geschick des Eiermalers ist es nun überlassen, wie daraus ein kunstvolles Muster für das gesamte Ei ensteht. |
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Zum Schluß
wird durch Erwärmen des Wachses am Ei über der Kerze (kurz ranhalten
und mit Lappen abwischen) die Wachszeichnung entfernt und fertig ist Ihr
Oster-Ei. |
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Sie machen dazu folgendes: Nehmen Sie einen Löffel (aber nicht den vom Silberbesteck) und biegen Sie diesen um (siehe Bild). Stecken Sie dann diesen Löffel in eine halbierte Kartoffel und schon steht das Teil. Stellen Sie dann eine Kerze unter die Konstruktion und vergessen Sie nicht, vorher oben in den Löffel etwas Wachs von einer Kerze zu geben. Jetzt können Sie unten die Kerze anzünden und haben als Ergebnis immer flüssiges Wachs zur Hand. |
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Was Sie jetzt noch brauchen ist ein Ei (gekocht oder ausgeblasen - dazu oben und unten ein kleines Loch ins Ei machen und dann ganz einfach ausblasen - das Innere nehmen Sie für Rührei) und das entsprechende Werkzeug zum Arbeiten.
Nun steht dem Eiermalen nichts mehr im Wege. Tragen Sie mit eben beschriebenen Hilfsmitteln das heiße Kerzenwachs aus dem Löffel möglichst kunstvoll und gleichmäßig auf Ihr Ei auf. Anschließend färben Sie das Ei und entfernen Sie danach das vorher aufgetragene Wachs. Um Ihrem Ei den nötigen "Pepp" zu verleihen, können Sie es auch noch etwas zum Glänzen bringen. Wie, ist ganz Ihrer Fantasie überlassen (Speck aus dem Kühlschrank, Klarlack aus dem Baumarkt, vielleicht geht`s auch mit Haar-Spray). UND FERTIG IST IHR ERSTES EI. Neben der Wachsreservetechnik wie eben beschrieben gibt es auch noch eine zweite Variante, die Wachsbossiertechnik. Bei dieser Technik wird auf das Färben der Eier verzichtet und gleich eingefärbtes Wachs auf das Ei aufgetragen. Diese aufgetragenen, bunten Wachsschichten bleiben dann reliefartig so auf dem Ei wie Sie sind. Wenn Sie Ihr fertiges Ei aufhängen wollen, nehmen Sie ein halbes Streichholz (kein Feuerzeug) und befestigen daran einen Bindfaden (als Schlaufe). Danach fädeln Sie das Streichholz in eins der Löcher des ausgeblasenen Ei`s und fertig ist das Hänge-Ei. Wer davon noch nicht genug hat, kann es auch noch mit einer anderen Technik versuchen. |
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2. Die Kratztechnik Bei der Kratztechnik macht man das, was der Name schon sagt. Mit Hilfe eines spitzen und scharfen Gegenstandes werden auf das vorher eingefärbte Ei Muster und Motive gekratzt. Wichtig ist hier wie auch bei anderen Techniken, daß die Muster auf dem fertigen Ei auf beiden "Seiten" identisch sind. |
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Die Verzierungen bei der Kratztechnik fallen sehr filigran aus, erfordern aber einen wesentlich höheren Arbeitsaufwand und eine ruhige Hand. So ist es kein Problem, an einem einzigen Ei mal locker 5 Stunden zu verbringen, bis dieses fertig ist. Die Meister dieser Technik, die vor allem in und um Hoyerswerda zu finden sind, erzielen durch unterschiedlich starkes Aufdrücken beim Kratzen sogar noch Farbnuancen. Sollten Sie wieder mal irgendwann nichts zu tun haben - besorgen Sie sich ein gefärbtes Ei (vielleicht gehen auch die aus dem Supermarkt) und fangen Sie an zu kratzen. Werkzeug dazu findet sich überall im Haushalt (Cutter-Messer, andere Messer und alles was spitz oder scharf ist). Ihre Kinder sollten das aber eher nicht versuchen, eben da spitz und scharf.
3. Die Ätztechnik Die Ätztechnik wird nur noch sehr vereinzelt angewandt. Auf die eingefärbten Eier werden mit Hilfe eines Federkiels oder einer Stahlfeder Ornamente und Sprüche gezeichnet. Die Säure zerfrisst dabei die Farbe, wodurch man weiße Muster auf buntem Untergrund erhält. Nach einigen Strichen müssen die geätzten Stellen immer wieder mit einem weichen Lappen abgewischt werden, damit sich die Säure nicht sinnlos weiterfrißt und die Muster ganz bleiben. Zum Ätzen benutzte man früher die Lauge vom Sauerkraut, heutzutage tut`s auch verdünnte Salpeter- oder Salzsäure (finden Sie in der Drogerie oder im Chemiebaukasten Ihrer Kinder).
Viel Spaß beim Eiermalen wünscht Ihnen eiermaler.de
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©
30. Mai 2002 by eiermaler.de |
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